DARMSTADT 2030+ Forum#3

Im dritten Bürgerforum zu „////Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+“ standen unsere, gemeinsam mit asp Architekten entwickelten, Zukunftsbilder und Szenarien – die „Sternstadt“, die „Ringstadt“ und die „Regionalstadt“ – zur Diskussion.  Idealerweise prägen drei Zukunftsmilieus das zukünftige Stadtbild Darmstadts: „Produktive Wohnquartiere“, „Urbane Gewerbequartiere“ und „Innovations- und Wissensquartiere“. Über diese Zukunftsbilder und Zukunftsmilieus wurde mit der interessierten Bürgerschaft diskutiert.

Kooperatives Planungsverfahren – Masterplan DA2030+: Eine Strategie für Darmstadt, 2017-2018

Forum#3 – Zukunftsbilder und Szenarien, 25. April 2018

ZUKUNFTSBILDER UND SZENARIEN

Im dritten Bürgerforum standen die Zukunftsbilder und Szenarien für Darmstadt 2030+ zur Diskussion. Die Zukunftsbilder im Themenfeld „Wissenschafts- und Arbeitsstadt“ basieren auf der Leitidee, die vorherrschende funktionale wie räumliche Zweiteilung Darmstadts zu überwinden. „Sternstadt“, „Ringstadt“ und „Regionalstadt“ zeigen unterschiedliche Entwicklungsrichtungen einer produktiven Stadt auf.

Die Sternstadt stellt die Erhöhung städtebaulicher Dichte und urbaner Qualitäten im Bestand im Vordergrund. Der Schwerpunkt der räumlichen Entwicklung liegt in Form von Neuplanung, baulicher und/oder funktionaler Umstrukturierung oder Stadtraumaufwertung entlang ausgewählter Entwicklungskorridore. Die Ringstadt übersetzt die Frage nach zukunftsfähiger Mobilität in die Entwicklung eines Rings aus Impulsräumen („Hubs“). Diese Hubs sind zum einen Mobilitätsknotenpunkte und zum anderen Ausgangs- bzw. Mittelpunkt stadträumlicher und funktionaler Quartiersentwicklungen. Die Regionalstadt bettet die gesamtstädtische Entwicklung Darmstadts in den Kontext der wirtschaftsstarken Region ein und entwickelt so regionale Entiwcklungsschwerpunkte.

In den Gesprächen am Dialogtisch kristallisierte sich das Zukunftsbild der Ringstadt als Favorit der anwesenden Bürgerschaft heraus. Das Konzept des räumlichen Entwicklungsrings mit Mobilitätsverknüpfungen stößt auf den größten Zuspruch. Es wird auch hier deutlich, dass Mobilität im Zusammenhang mit Wissenschaft und Arbeit eine grundlegende Rolle spielt und neben verschiedenen Varianten städtischer Mobilitätsentwicklung auch eine bessere Anbindung der Region erwünscht wird. Es werden aber auch spezifische Vorschläge zur Ausstattung der Hubs (Urbane Landwirtschaft, inklusives Wohnen, kleinteilige urbane Produktion, Co-Working, grüne Ringstrukturen etc.) gemacht. Vor allem die Entwicklung der Hubs zugunsten der Entlastung der City und Stärkung verschiedener Stadträume wird von den Bürgerinnen und Bürgern positiv hervorgehoben.

Die Ringstadt wurde allerdings nicht isoliert betrachtet; vielmehr wird ein Mehrwert in der Kombination von Ring- und Regionalstadt gesehen. Diese beiden Zukunftsbilder bieten die Möglichkeit nicht nur die städtische Entwicklung voranzutreiben, sondern auch die notwendige Einbindung der Region, insbesondere zur Entwicklung neuer Arbeitsorte, nachvollziehbar umzusetzen. Diskussionspotenzial bot auch die Sternstadt, die auf einer bestandsorientierten Entwicklung beruht. Die Sternstadt bietet in den Augen der Bürgerschaft aber alleine nicht genügend Enwicklungspotenzial für die Wissenschafts- und Arbeitsstadt.

Von Seiten des Lenkungskreises gab es ein ähnliches Feedback. Hier wurde betont, dass sich die Zukunftsbilder nicht ausschließen, sondern gerade in einer Kombination die großräumige (Ring- und Regionalstadt) und kleinteilige, bestandsorientierte (Sternstadt) Entwicklung fördern. Denn das Wachstum einer Stadt beruhe nicht nur auf dem Zugewinn von Wohnraum, sondern benötige gleichzeitig auch mehr produktive Stadträume und Arbeitsplätze. Folglich stellt sich auch die Frage nach dem Umgang mit dem Wirtschafts- und Lieferverkehr sowie der verträglichen Kombination der Mobilitätsformen. Insgesamt soll die weitere Ausarbeitung aufzuzeigen, welcher Mehrwert sich aus einer wachstumsorientieren Entwicklung für Darmstadt ergibt. Die verschiedenen Ideen zeigen keine alternativlose Entwicklungsrichtung auf, sondern ermöglichen das Denken in verschiedene Richtungen.

Entwurf: 2017 – 2018
Programm: Bürgerbeteiligung im Rahmen des kooperativen Planungsverfahrens Masterplan DA2030+
Auftraggeber: Wissenschaftsstadt Darmstadt
Partner: asp Architekten, Stuttgart

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